Detlef Jena spricht im Rahmen der Reihe »Agenten des Nachruhms«

»Weimars fürstliche Dignität im Deutschen Reich. Großherzogin »Sophies Ringen um den Goethe-Nachlass« – Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs e.V. und Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V. laden zu Vortrag der Reihe »Agenten des Nachruhms« ein

Am Mittwoch, 18. August 2010, 19 Uhr, spricht Detlef Jena im Rahmen der Vortragsreihe »Agenten des Nachruhms« im Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zum Thema »Weimars fürstliche Dignität im Deutschen Reich. Großherzogin Sophies Ringen um den Goethe-Nachlass«.

Durch die testamentarische Verfügung des letzten Goethe-Nachkommens, Walther von Goethe, wurde Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar und Eisenach (1824-1897) im April 1885 Erbin der schriftlichen Hinterlassenschaft Öffnet internen Link im aktuellen FensterJohann Wolfgang von Goethes. Bereits im Mai des gleichen Jahres gründete sie das Goethe-Archiv, das seit 1889 mit der Stiftung des Nachlasses von Öffnet internen Link im aktuellen FensterFriedrich Schiller durch dessen Nachkommen seinen heutigen Namen Goethe- und Schiller-Archiv trägt. Es folgte 1885 die Gründung der Goethe-Gesellschaft und des Goethe-Nationalmuseums. 1887 erschienen die ersten Bände der von ihr initiierten Weimarer oder Sophien-Ausgabe.

Der Vortrag veranschaulicht, mit welcher Tatkraft und Weitsicht die niederländische königliche Prinzessin Sophie an die wissenschaftliche Auswertung des großen Erbes ging.

Prof. Dr. Detlef Jena, 1940 in Wittenberge geboren, ist ein international ausgewiesener Osteuropahistoriker, der in seinen zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder die Beziehungen zwischen Russland und Westeuropa thematisiert hat, so in seinen Biographien über die russischen Großfürstinnen Maria Pawlowna, Katharina Pawlowna und Königin Olga von Württemberg. Sein Buch »Das Weimarer Quartett: die Fürstinnen Anna Amalia, Louise, Maria Pawlowna, Sophie« widmet sich vier ganz unterschiedlichen Frauen, die als (Groß-)Herzoginnen Kunst und Kultur in Sachsen-Weimar und Eisenach prägten.

Weimars Ruf, ein geistiges und kulturelles Zentrum zu sein, haben die Dichter, Philosophen, Künstler, Architekten und Musiker von Öffnet internen Link im aktuellen FensterChristian Martin Wieland, Öffnet internen Link im aktuellen FensterJohann Wolfgang von Goethe, Öffnet internen Link im aktuellen FensterJohann Gottfried Herder und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchiller bis zu Franz Liszt und Walter Gropius begründet. Doch es bedurfte der Publizisten, der Mäzene, Bibliothekare und Archivare, die die Kunde von Werk, Wirken und Leben dieser Idole förderten und verbreiteten. Erst sie legten den Grundstein für den kulturpolitischen Mythos Weimar. Solche Persönlich-keiten und ihren jeweiligen Beitrag zur Wirkungsgeschichte Weimars zu beleuchten, ist Ziel der Vortragsreihe »Agenten des Nachruhms«, die die Freundeskreise des Archivs und der Bibliothek2010 und 2011 veranstalten.

Veranstaltungsinformation:
»Weimars fürstliche Dignität im Deutschen Reich. Großherzogin Sophies Ringen um den Goethe-Nachlass«
Vortrag von Prof. Dr. Detlef Jena, Rockau in der Vortragsreihe »Agenten des Nachruhms«

Mittwoch, 18.08.2010 | 19:00 Uhr
Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Platz der Demokratie 4 | 99423 Weimar

Der Eintritt ist frei.


Letzte Änderung der Seite: 14. 08. 2022 - 23:08

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